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Reemtsma: Klage gegen EU soll vorgebracht werden

Reemtsma: Klage gegen EU soll vorgebracht werden

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Die Zigarettenindustrie sieht sich einem sehr eingeschränkten Wettbewerb gegenüber. Geht es nach den Plänen der EU, dann soll schon in wenigen Jahren der Zigarettenverkauf nur noch sehr eingeschränkt möglich sein.

Die EU plant eine neue Tabakrichtlinie, die von den Handelsverbänden, den Unternehmen und der Gewerkschaft NGG so nicht akzeptiert wird. Man ergreift die Initiative und will erreichen, dass der Bürger selbst auf der Internetseite entscheiden-sie–selbst.de sein Voting abgibt.

Der Zigarettenhersteller Reemtsma geht sogar noch weiter. Titus Wouda Kuipers, Deutschland-Chef von Reemtsma, spricht von einer Enteignung der Zigarettenindustrie. Außerdem will der Zigarettenproduzent gegen die EU Klage erheben.

Die EU will schon im kommenden Jahr eine Zigarettenrichtlinie beschließen, die ab 2014 gültig ist. Kernstück sind einheitliche Verpackungen aller Marken. Die Packung soll im wesentlichen Warnhinweise und abschreckende Bilder darstellen, der Herstellername soll künftig nur noch klein aufgedruckt werden. Kuipers kündigt eine Klage wegen Verletzung des Eigentums- und Markenrechts an, wenn die Richtlinie so umgesetzt wird.

Auch beim Verkauf soll es künftig Änderungen geben. Die bunten Regale sollen abgeschafft und die Packungen nur noch in verschlossenen Schränken aufbewahrt werden. Außerdem soll es keinerlei Werbung mehr für Zigaretten geben.

Es liegt auf der Hand, dass Remtsma gegen diese Bestimmung klagen will, sprudeln derzeit doch die Gewinne. Der operative Gewinn liegt aktuell bei 498 Millionen Euro bei einem Umsatz von 983 Millionen Euro. Auf dem deutschen Tabakmarkt ist Reemtsma führend. Im Bereich der Zigarettenproduktion immerhin auf Platz zwei hinter Philip Morris.