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Ratingagentur Moody’s: Japans Bonität wird schlechter bewertet

Ratingagentur Moody’s: Japans Bonität wird schlechter bewertet

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Mit einem Paukenschlag zu Beginn der Woche veröffentlicht die Ratingagentur Moody’s, dass man die Bewertung der Kreditwürdigkeit Japans herabsetzt. Grund für die schlechtere Bewertung der Kreditwürdigkeit Japans ist das immense Staatsdefizit. Moody’s hat zwar das aktuelle Rating, das bei „Aa2“ steht nicht verändert, dennoch hat die Ratingagentur die Aussichten für das aktuelle Rating von stabil auf negativ verändert.

Ein klarer Warnschuss in Richtung der japanischen Regierung. Moody’s geht davon aus, dass der aktuell eingeschlagene Weg der Wirtschaftspolitik in Japan nicht zu einer klaren Minderung des Defizits führen werde, auch seien die Einschnitte im Bereich der Fiskalpolitik nicht weitreichend genug.

Vor kurzem hatte bereits die Ratingagentur Standard & Poor’s das Rating für Japan herabgesetzt. Für Standar & Poor’s war ausschlaggebend, dass kein entsprechender Sparplan vorliegen würde. Damit gerät erstmals eines der großen Industrieländer dermaßen in den Schuldensog, dass die Ratingagenturen Zweifel am vergebenen sehr guten Rating haben.

Derzeit ist die Staatsverschuldung Japans fast doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Damit hat das Land der aufgehenden Sonne als einziger Staat der Industrienationen ein solch hohes Defizit. In Japan finanziert man etwa die Hälfte des Staatshaushalts über neue Schulden. Derzeit sitzen allerdings die Geldgeber hauptsächlich im eigenen Land. In Griechenland oder auch Irland hingegen sitzen die Geldgeber im Ausland und können entsprechend Druck auf die jeweilige Regierung ausüben.