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Prudential kauft nicht – Muss trotzdem halbe Milliarde zahlen

Prudential kauft nicht – Muss trotzdem halbe Milliarde zahlen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/christinawelsh/3512938317/sizes/m/##Christina Welsh (Rin)

Nach langen Verhandlungen hat sich nun Prudential vom Kauf der Asiensparte des amerikanischen Versicherers AIG zurückgezogen. Nun will man die Vereinbarung mit AIG, die AIA (Asiensparte von AIG) zu kaufen, wieder lösen.

Einem Bericht im Magazin „Focus“ zufolge zahlt Prudential, damit der Vertrag wieder gelöst werden kann, der AIG eine Gebühr. Mit der Gebühr sollen entstandene Anwaltskosten übernommen werden, sie soll eine Art Entschädigung für die Vertragsauflösung sein. Prudential will AIG 275 Millionen Euro Entschädigung zahlen.

Außerdem kommen noch Kosten für Berater hinzu. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Übernahme, die nicht zustande kam, auf 450 Millionen Pfund (ungefähr 541 Millionen Euro).

Ursprünglich hatten die beiden Versicherungsgesellschaften einen Preis von 35,5 Milliarden Dollar vereinbart, Prudential wollte aber auf einmal nicht mehr diesen Preis bezahlen sondern nur noch 30 Milliarden überweisen. AIG beharrte allerdings darauf, so dass Prudential einen Rückzieher gemacht hat.

Für AIG geht damit die Suche nach einem Käufer für die AIA weiter. Ob ein weiterer potenter Käufer zu finden ist, kann derzeit nicht gesagt werden.