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Privatisierung der BayernLB stößt auf Gegenwind

Privatisierung der BayernLB stößt auf Gegenwind

Die bayerische Sparkasse stellt sich weiter gegen eine Privatisierung der Bayerischen Landesbank.

Nachdem der neue Präsident, Theo Zellner, bei den bayerischen Sparkassen sein Amt angetreten hat wird weiterhin Front gegen eine Privatisierung der BayernLB gemacht. Zellner, sagte, dass man weiterhin ein Institut, wie die BayernLB, die zentral abreite, bräuchte. Er führte weiter aus, dass eine Privatisierung keine Antwort auf die derzeitigen Probleme der Landesbank sein könnte. Horst Seehofer, Ministerpräsident Bayerns, hatte mehrfach angekündigt auf lange Sicht und Dauer die BayernLB privatisieren zu wollen.

Seit Beginn dieses Monats ist Zellner Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes. Bislang hat der CSU-Kommunalpolitiker nur sehr geringe Erfahrungen im Bankensektor. In Vergangenheit hielten die Sparkassen einen Anteil von 50 Prozent an der angeschlagenen Landesbank. Heute sind es lediglich sechs Prozent, dementsprechend gering ist ihr heutiger Einfluss auf die BayernLB.

Zellner ist der Meinung, dass die BayernLB mit anderen Landesbanken verschmelzen könne, sobald sich alle Institute wieder gefestigt haben. Es würde nichts bringe, wenn sich mehrere geschwächte Institute zusammen finden würden, das würde nicht dazu führen, dass diese stärker werden. Die Frage würde aber wieder an Aktualität gewinnen.

Die BayernLB ist durch riskante Geschäfte im US-Wertpapierbereich, sowie die Übernahme der HGAA aus Kärnten, die allerdings mittlerweile wieder abgestoßen wurde, an den Rand des Abgrunds gedrängt worden. Damit wurden in knapp zwei Jahren fast acht Milliarden Euro Verlust gemacht. Die BayernLB wäre ohne ein Hilfspaket in Milliardenhöhe einfach kollabiert.

Gerd Häusler, neuer Chef der BayernLB, hat gleich an seinem ersten Arbeitstag am Donnerstag einen Termin bei Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) und Seehofer. Hier will er sein Konzept für die Landesbank vorstellen. Mit ihm soll die Sanierung des Kreditinstituts weiter vorangetrieben werden, um dann einen entsprechenden Käufer zu finden.