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Privatinsolvenzen in Deutschland steigen an

Privatinsolvenzen in Deutschland steigen an

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Die Konjunktur in Deutschland entwickelt sich positiv. Vielerorts vernimmt man, dass die Unternehmen wieder Geld verdienen und die Auftragsbücher voll sind. Und trotzdem steigen die Privatinsolvenzen an. Alleine im Jahr 2010 mussten 140.000 Menschen in der Bundesregierung Privatinsolvenz anmelden. Das sind 7,6 Prozent mehr private Insolvenzen als noch ein Jahr zuvor, so die Auskunftei Creditreform. Darüber hinaus sei jeder zehnte volljährige Bundesbürger überschuldet.

Die steigende Zahl an Privatinsolvenzen in Deutschland ist laut Helmut Rödl, Vorstand der Creditreform, auf die immer größer werdende Zahl an Niedriglohnjobs zurückzuführen. Besonders hoch sei der Anstieg bei Menschen zwischen 18 und 28 Jahren zu beobachten. Es sei auffällig, dass gerade dieser Personenkreis immer schlechter ausgebildet ist. Die Creditreform, geht davon aus, dass in diesem Jahr 138.000 bis 142.000 Menschen in Deutschland private Insolvenz anmelden.

Im Gegensatz zu der steigenden Zahl an Privatinsolvenzen haben die Firmenpleiten abgenommen. Hier kommt der konjunkturelle Aufschwung voll an. Im Jahr 2010 war die Zahl an Firmeninsolvenzen um 2,5 Prozent zurückgegangen. Gerade der Bereich der verarbeitenden Betriebe wär rückläufig. Aber auch der Handel und das Baugewerbe seien von weniger Insolvenzen betroffen gewesen. Die Creditreform erwartet auch für das laufende Jahr weiter sinkende Zahlen bei den Firmeninsolvenzen.

Aber nicht nur in Deutschland würde sich laut Creditreform eine fallende Zahl an Firmeninsolvenzen abzeichnen, das gelte genauso für die westeuropäischen Staaten. Rödl geht davon aus, dass sich die Gesamtlage wieder normalisiert.