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Privat oder gesetzlich – welche Krankenversicherung ist besser?

Privat oder gesetzlich – welche Krankenversicherung ist besser?

17. Oktober 2013

In Deutschland muss jeder krankenversichert sein, ob es sich dabei um eine PKV, eine private Krankenversicherung oder um die GKV, die gesetzliche Krankenversicherung handelt, kann jeder selbst entscheiden. Aber welche Vorteile hat eine private Krankenversicherung gegenüber der gesetzlichen und lohnt sich eventuell ein Wechsel?

Was spricht für eine private Krankenversicherung?

Alle, die gesetzlich krankenversichert sind, bekommen eine notwendige Grundversorgung, aber mehr nicht. Wer zum Beispiel schöne Zähne haben möchte, der bekommt die Kosten zum Teil erstattet, ein großer Teil muss aber aus eigener Tasche bezahlt werden. Implantate werden von den gesetzlichen Kassen überhaupt nicht bezahlt. Das Gleiche gilt auch für einen Besuch beim Heilpraktiker oder für die Behandlung mit alternativen Heilmethoden wie Akupunktur. Wer in einer privaten Krankenversicherung ist, der kann eine umfassende Zahnbehandlung oder auch Alternativen zur Schulmedizin mit in den Leistungskatalog aufnehmen lassen. Im Unterschied zur GKV kann jeder, der privat versichert ist, selbst entscheiden, wie viel die Krankenversicherung kosten soll. Die Beiträge für die PKV richten sich nach dem Geschlecht, dem Alter, nach den Vorerkrankungen des Versicherten und nach der Selbstbeteiligung. Alle, die privat versichert sind und das ohne den Anteil des Arbeitgebers, können mit einem Selbstbehalt die Versicherungsprämie um einiges senken. Wird ein Jahr lang keine Leistung in Anspruch genommen, dann erhält der Versicherte zudem bis zu drei Monatsbeiträge zurück, eine Leistung, von der ein gesetzlich Versicherter nur träumen kann. Wer im Alter sparen will, der kann bei einer privaten Krankenversicherung in den Basistarif wechseln und bekommt dann die Leistungen, die auch eine gesetzliche Versicherung anbietet.

Vorher vergleichen

Man sollte bei der Wahl privat oder gesetzlich krankenversichert nicht den Fehler machen und einfach wechseln, ohne gründliche Vergleiche zu machen, denn das kann unter Umständen sehr teuer werden. Wer wechseln will, der sollte sich im Vorfeld sehr genau überlegen, welche medizinischen Behandlungen Priorität haben. Alle, die bei einem Krankenhausaufenthalt vom Chefarzt behandelt werden möchten und in einem Einzelzimmer mit allem Komfort liegen wollen, sind bei der PKV richtig. Auch alle, die neben der Schulmedizin noch andere Behandlungsmöglichkeiten möchten, können das nur mit einer privaten Krankenversicherung. Das Gleiche gilt für Zahnbehandlungen und auch Kuraufenthalte. Medikamente können teuer werden, aber nur für gesetzlich Krankenversicherte, wer privat versichert ist, der wird in der Apotheke nicht zur Kasse gebeten. Es ist mehr als eine Überlegung wert, wenn es um den Wechsel geht, denn wer einmal in eine private Krankenversicherung geht, der kann nicht mehr in die gesetzliche wechseln. Eine große Hilfe kann ein Tarifrechner sein, den man im Internet finden kann, denn mit diesem Tarifrechner kann sich jeder ausrechnen, was eine private Krankenversicherung kostet und dann die Leistungen miteinander vergleichen.

Fazit

Keiner möchte krank sein, aber wer krank wird, der möchte auch die bestmögliche Versorgung und die besten Medikamente haben. Daher ist es unerlässlich, die gesetzliche und die private Krankenversicherung ausführlich zu vergleichen.