close
Pressesprecher schmeißt das Handtuch nach Wutausbruch Schäuble’s

Pressesprecher schmeißt das Handtuch nach Wutausbruch Schäuble’s

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/danielobln/4237040225/sizes/m/in/photostream/##Danielobln
Wir berichteten vor zwei Tagen über den Wutausbruch gegenüber seinem Pressesprecher, den Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble anlässlich einer Pressekonferenz hatte.

Eigentlich wegen einer Lappalie, nicht vorliegenden schriftlichen Ergebnissen einer Steuerschätzung, benahm sich Schäuble aufbrausend, menschenverachtend, einfach daneben in besagter Pressekonferenz, die er wütend verließ.

Nun hat sein Pressesprecher Michael Offer das Handtuch geschmissen und ist zurückgetreten. Er schrieb in seiner E-Mail laut einer Reuters-Meldung, dass es ihm klar geworden sei, nicht das volle Vertrauen seines Ministers zu genießen. Auch wartet man bisher vergeblich in der Öffentlichkeit auf eine Entschuldigung Schäubles. Selbst die eigene Partei (CDU) und die FDP waren völlig irritiert und kritisierten das absurde Verhalten gegenüber dem Pressesprecher.

Auf Erklärungsversuche Offers in besagter Pressekonferenz reagierte der angeschlagene Minister barsch. Weiter hörte man von ihm nach seiner Rückkehr in die Pressekonferenz die unglaublich ironischen Worte: „Wir warten noch, bis der Offer da ist, er soll den Scherbenhaufen schon selber genießen.“

Auch wartet man bisher vergeblich in der Öffentlichkeit auf eine Entschuldigung Schäubles. Selbst die eigene Partei (CDU) und die FDP waren völlig irritiert und kritisierten das absurde Verhalten gegenüber dem Pressesprecher.

Michael Offers erklärte jetzt seinen Rücktritt und bat um Zuweisung einer neuen Aufgabe. Schäuble entband ihn daraufhin von seinen bisherigen Funktionen. Ein hochrangiger Beamter äußerte sich über den Vorfall und sagte, dass der Minister einen autoritären Führungsstil pflege und die Kommunikation durch ihn katastrophal sei. Aus der Opposition waren nur sehr lobenswerte Äußerungen über den Ex-Pressesprecher zu hören. Von Steffen Seibert, dem Ex-Fernseh- und jetzigen Regierungssprecher war umgehend ein Dementi über den Führungsstil des Bundesfinanzministers zu hören. Was hätte Seibert in seiner jetzigen Funktion auch sonst sagen sollen? Im Fernsehen durfte er auch nur das berichten, was eben als Nachricht angesagt war.