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Pressekonferenz unter dem Teppich: Schäuble’s schlechte Manieren

Pressekonferenz unter dem Teppich: Schäuble’s schlechte Manieren

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/mlcastle/3146825204/sizes/m/in/photostream/##mlcastle
Politiker in der Bundesrepublik, die an der Macht sind, haben es wohl nicht mehr nötig, ihren Umgangston zu mäßigen.

In Talk-Shows ist der Bürger es inzwischen gewohnt, dass alle nur noch wild und unqualifiziert durcheinander auf jeden losgehen, der nicht ihrer Meinung ist. Jetzt gab es sogar auf einer Pressekonferenz Ärger durch den äußerst rüden Umgangston des Mannes, der hierzu geladen hatte.

Verantwortlicher hierfür kein anderer als Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Rund 50 geladenen Journalisten konnte die neue Prognose zur Steuerschätzung nicht schriftlich ausgehändigt werden. Daraufhin verließ der Finanzminister einfach die Pressekonferenz und kritisierte außer sich vor Wut öffentlich seinen Pressesprecher mit den Worten: „Reden Sie nicht, sondern sorgen Sie dafür, dass die Zahlen verteilt werden.“ Die Demütigung in aller Öffentlichkeit war sehr peinlich und in dieser Art und Weise bisher noch nicht vorgekommen.

Prompt kam Kritik aus den Reihen der FDP und SPD zum Umgang des Ministers mit seinem Pressesprecher. Schäuble wurde sogar von den Jungen Liberalen zu einer Entschuldigung aufgefordert. Lasse Becker ging sogar so weit, festzustellen, dass Schäuble fast schon menschenverachtend reagiert habe.

Allerdings sollte sich gerade die FDP nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Es ist noch nicht allzu lange her, dass der Vorsitzende dieser Partei und jetzige Außenminister sich fast jeden Tag in der Öffentlichkeit fast schon lächerlich und unglaubwürdig gemacht hat. Er hat mit Sicherheit zu den jetzt so schlechten Prozentwerten der FDP in den Prognosen beigetragen. Auch die FDP sollte ihre öffentlichen Auftritte überdenken.