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Präzedenzfall: Allianz verliert – Privatpatienten bekommen mehr Freiheiten

Präzedenzfall: Allianz verliert – Privatpatienten bekommen mehr Freiheiten

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/tomasfano/2851145860/##Tomás Fano

Die Allianz hat einen Prozess verloren, der zum Präzedenzfall werden könnte. Krankenversicherungs-Kunden, die in einen günstigeren Tarif wechseln wollen dürfen keine Zuschläge abverlangt werden. Damit haben die Richter ein Grundsatzurteil gefällt, das die ganze Branche betrifft. Bei privaten Krankenversicherungen steigen die Beiträge unaufhörlich. Gerade im Alter sind die Prämien oft unerträglich hoch.

Viele Menschen haben deshalb ein verzerrtes Bild von der Privaten Krankenversicherung, vergessen allerdings dabei, dass sie oft jahrzehntelang wesentlich günstigere Beiträge als in den Gesetzlichen Krankenkassen gezahlt haben. Für viele Versicherte bleibt dann als einzige Lösung, um den erhöhten Prämien zu entgehen, der Wechsel in einen günstigeren Tarif.

Prinzipiell eine gute Idee, allerdings haben viele Versicherer diesen Wechsel mit einem Zuschlag versehen, so dass der Beitragsvorteil oft zunichte gemacht wird. Dieses Vorgehen ist jetzt beendet. Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass Versicherungsgesellschaften von ihren Mitgliedern keinen Zuschlag verlangen dürfen, wenn diese in einen günstigeren Tarif wechseln wollen. Damit hat die Allianz höchstrichterlich bestätigt bekommen, dass ihr Vorgehen nicht rechtens ist. Geklagt hatte die Bundesanstalt für Finanzaufsicht.