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Präsident der Weltbank hält Yuan-Aufwertung für möglich

Präsident der Weltbank hält Yuan-Aufwertung für möglich

Der Weltbank-Präsident Robert Zoellick ist der Meinung, dass die Anstrengungen Chinas, das eigene Wirtschaftswachstum durch eine erhöhte Binnennachfrage zu fördern, die Gelegenheit bieten würde, die chinesische Währung deutlich aufzuwerten. Bei den Chinesen würde immer mehr die Erkenntnis wachsen, dass das Gleichgewicht der industriellen Struktur aus dem Ruder läuft. Außerdem würde den Chinesen langsam klar werden, dass die sehr hohe Sparquote des Staates durch die hohen Gewinne von staatlichen Unternehmen zustande kommen würde. Die hohen Gewinne seien zum Großteil dadurch ausgelöst, dass Banken, die in Staatbesitz sind, Kredite zu extrem günstigen Zinsen an Unternehmen vergeben, die ebenso im Besitz des Staates sind. Genau diese Banken zahlen im Umkehrschluss Sparern nur sehr magere Zinsen.

Justin Lin, Ökonom der Weltbank, begründet die hohen Unternehmensgewinne mit den Niedriglöhnen, die diese Unternehmen ihren Arbeitnehmern zahlen. Gemessen an den Möglichkeiten, die die betreffenden Firmen haben würden die Löhne auf einer extrem niedrigen Stufe liegen. Der Weltbank-Chef weiß, dass die hohen Ersparnisse aus dem Zurückhalten der Gewinne in den Unternehmen resultieren würden, die im Besitz des Staates sind. Hierüber könne man die Möglichkeit zum Wechsel schaffen, aus der für beide Seiten ein Vorteil wachsen kann. Das würden auch die Chinesen erkennen. Zoellick sagte weiter, dass es nicht leicht sei, solche eingefahrenen Strukturen aufzubrechen und zu ändern.

(Quelle: Börse Go)