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Post will eine Milliarde einsparen – Briefsparte vor Reform

Post will eine Milliarde einsparen – Briefsparte vor Reform

Die Deutsche Post will ihre Briefsparte radikal umbauen. Jürgen Gerdes, Vorstand der Post, hat auf einem Treffen mit ungefähr 50 Managern die Reform der Briefsparte angekündigt. Einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ zur Folge sollen mit diesen Maßnahmen in einem Jahr eine Milliarde Euro eingespart werden.

Die Sparaktion ist schon länger geplant und soll die größten Einsparungen seit Bestehen der Briefsparte mit sich bringen.

Bislang ist die Briefsparte noch der gewinnbringendste Teil der Post mit einem operativen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2009. Allerdings bekommt die Post zusehends Probleme mit privaten Postanbietern und muss aufgrund von E-Mails einen größeren Rückgang im Briefgeschäft verzeichnen. Man stemmt sich mit einer sehr fragwürdigen Idee des E-Postbriefs gegen diese Entwicklung. Die Post will den elektronischen rechtsverbindlichen Brief einführen. Ob sich damit der erhoffte Erfolg einstellt ist eher fragwürdig.

Unter anderem will die Post die verbliebenen 350 Filialen, die noch in Obhut der Post sind, verkaufen. Die Postbank hat Interesse, 277 Filialen für rund 100 Millionen Euro zu kaufen. Große Möglichkeiten Gelder einzusparen liegen wohl bei den Angestellten. Aktuell beschäftigt die Post 143.000 Angestellte. Kündigungen dürfen bis Mitte 2011 nicht ausgesprochen werden. Allerdings verlagert die Post ihre Arbeit immer mehr zur eigenen Tochter First Mail, die im Niedriglohnsektor tätig ist.