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Portugal steuert auch auf Bankrott zu – S&P setzt Rating herab

Portugal steuert auch auf Bankrott zu – S&P setzt Rating herab

Nachdem Standard & Poors (S&P) die Bonität Griechenlands auf ein Niveau herabgesetzt hat, das Schwellenländern entspricht, folgte sogleich Portugal. S&P hat die Kreditwürdigkeit von Portugal auf „A-„ herabgesetzt. Wie es scheint erfüllen sich die schlimmsten Befürchtungen. Griechenland ist quasi pleite und Portugal befindet sich im freien Fall. Das Risiko ist groß, dass das „Griechenland-Virus“ um sich greift. Neben Portugal könnten Spanien und Italien betroffen sein.

Die Angst greift um sich, dass die Eurozone immer mehr ins Wanken kommt. Immerhin befinden sich unter den Top 15 der Schuldenstaaten gleich vier Nationen der Eurozone. Dort sind neben Griechenland, Portugal, Irland und Spanien zu finden.

Die Märkte reagieren unterdessen panisch. Griechenland-Anleihen werden vermehrt verkauft, Dow Jones und Dax, die sich gerade erste erholt hatten, fallen empfindlich. Auch Anleihen Portugals sind bei den Anlegern alles andere als beliebt, denn hier ist ebenso eine Flucht aus diesen Werten zu beobachten.

Die Schuldenkrise weitet sich damit in Europa immer mehr aus. Bislang war ein Übergreifen der griechischen Schuldenkrise, beispielsweise auf Portugal, Spanien oder Irland nur ein Horrorszenario. Jetzt scheinen sich aber die schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten. Sicherlich spielt dabei auch das Hin und Her in der Frage des Hilfspakets für Griechenland eine Rolle, denn eine klare Linie hätte anders ausgesehen.

Wie es scheint befindet sich Europa immer mehr in einem Teufelskreis. Die Zinsen für Anleihen steigen ins Unermessliche und die Ratingagenturen werten die betreffenden Staaten immer weiter ab. Hochverschuldete Länder können sich am Finanzmarkt nicht mehr refinanzieren.

Bild: tiseb