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Portugal: Krisenstaat holt sich frisches Geld am Kapitalmarkt

Portugal: Krisenstaat holt sich frisches Geld am Kapitalmarkt

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Der kriselnde Euro-Staat Portugal hat sich einmal mehr am Kapitalmarkt refinanziert und eine Milliarde Euro eingesammelt. Portugal hat Schatzwechsel im Wert von einer Milliarde Euro platziert. Der südeuropäische Staat musste hierfür durchschnittlich 3,987 Prozent Rendite gewähren. Damit lagen die Aufschläge bei mehr als 0,2 Prozent innerhalb von nur zwei Wochen. Damals konnte Portugal seine Anleihen noch für 3,7 Prozent emittieren.

Carlos Costa Pina, Staatsekretär für Finanzen in Portugal, hat sich zufrieden gezeigt und sagte, dass die Emission zweifach überzeichnet gewesen sei. Den Großteil (60 Prozent) hätte man an ausländische Investoren absetzen können. Analysten waren im Vorfeld davon ausgegangen, dass für die Emission mehr als vier Prozent Rendite gewährt werden müsse.

Nach Angaben Pinas wird Portugal aber dennoch im laufenden Jahr ein weiteres Mal innerhalb der letzten drei Jahre in die Rezession rutschen. Er bezeichnet es als Preis für die Maßnahmen, die Portugal gegen den drohenden Staatsbankrott eingeführt habe. Experten gehen ebenfalls von einem rezessiven Wirtschaftsjahr aus.

Die Regierung Portugals hingegen rechnet für 2010 noch immer mit einem leichten Plus der Wirtschaftsleistung, das bei 0,2 Prozent liegen soll. Die Regierung in Lissabon will es weiterhin verhindern, dass man sich unter den Euro-Rettungsschirm stellt. Es bleibt abzuwarten ob ihr das aufgrund der düsteren Wachstumsaussichten für das laufende Jahr tatsächlich gelingen wird.