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Politische Landkarte Nordafrikas: Änderungen auch im Jemen

Politische Landkarte Nordafrikas: Änderungen auch im Jemen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/bahraindiplomatic/4205375359/sizes/m/in/photostream/##Bahrain Ministry of Foreign Affairs
Nach den anhaltenden Millionen-Protesten in Ägypten will jetzt der Präsident des Jemen, Ali Abdullah Salih auf eine weitere Amtszeit verzichten. Seit 32 Jahren regiert er dieses Land und hat jetzt in Sanaa, der Hauptstadt des Landes, angekündigt, dass er gehen will.

Er verzichte auch, das Amt seinem Sohn übergeben zu wollen. Aber nicht gleich. Das würde heißen, dass er erst im Jahr 2013 seinen Rücktritt wahr macht. An die Bürger des Staates richtete er die Aufforderung, auf weitere Proteste zu verzichten. Seit langem arbeitet Salih mit den USA zusammen gegen Al Qaida. Es gibt viele Terrroristen dieser Organisation, die sich im Jemen versteckt halten.

Zuerst hatte Präsident Salih versucht, den in seinem Land wachsenden Widerstand mit Versprechungen und sogar Geldgeschenken zu unterdrücken. Das ging von einer Solderhöhung der Soldaten bis zu einem Fonds für arbeitslose Uniabsolventen. Genutzt hat ihm aber anscheinend diese „sanfte Bestechung“ nichts, wenn er jetzt seinen Amtsverzicht ankündigt. Es scheint als seien es die Bürger in der arabischen Welt endgültig leid, weiter von ihren Herrschern, die viele längst mit dem Regieren alt und uneinsichtig geworden sind, reguliert zu werden.

Es dürfte spannend werden, wie sich die Politik in der arabischen Welt verändert wird. Und das sogar in naher Zukunft. Zumindest sieht es jetzt nach Tunesien, Ägypten und dem Jemen so aus. In Algerien herrscht ebenfalls wohl nur eine trügerische Ruhe.