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OLG Stuttgart hat gegen Verena Becker Mord-Anklage zugelassen

OLG Stuttgart hat gegen Verena Becker Mord-Anklage zugelassen

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Frühere RAF-Terroristin muss sich wegen Morden aus 1977 jetzt verantworten

Das Oberlandesgericht in Stuttgart hat das Hauptverfahren gegen die ehemalige RAF-Angehörige Verena Becker eröffnet. Die Anklage der Bundesanwaltschaft wird unverändert zugelassen.

Nach mehr als 30 Jahren muss sich jetzt Verena Becker wegen des Mordes an dem früheren Generalbundesanwalt Siegfried Buback, vor dem Oberlandesgericht verantworten.

Die Anklage wurde in vollem Umfange zugelassen. Die Hauptverhandlung wird wahrscheinlich in Stuttgart-Stammheim Ende September stattfinden. Nach über 30 Jahren soll jetzt endlich herausgefunden werden, ob und gegebenenfalls wie die RAF-Terroristin an Vorbereitung und Durchführung der Tat im April 1977 beteiligt war. Bisher rechtskräftig verurteilt wurden für den Mord an Buback und seine beiden Begleitern bisher Christan Klar und Knut Folkerts.

Nachdem durch neue Untersuchungen jetzt Speichelspuren an den Kuverts der alten RAF-Bekennerschreiben entdeckt wurden, kamen die Ermittlungen wieder in Gang. Verena Becker wurde bereits wegen terroristischer Straftaten zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt, jedoch nicht wegen der Buback-Morde. Eine Anklage ist auch jetzt noch möglich, da Mord nicht verjährt.