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Offene Immobilienfonds: Droht die nächste große Krise?

Offene Immobilienfonds: Droht die nächste große Krise?

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Die Krise bei offenen Immobilienfonds weitet sich immer mehr aus. Aufgrund der Kaufzurückhaltung im Bereich der Gewerbeimmobilien geraten immer mehr offene Immobilienfonds ins Straucheln.

Die US-Großbank Morgan Stanley hat am Montag verkündet, dass der Anteilskauf für den Fonds P2 Value, der in Japan investiert, vorübergehend ausgesetzt ist. De facto ist der Fonds damit geschlossen. Es werden ohnehin schon seit mehreren Monaten Anteilsrückkäufe nicht mehr gestattet. Von Seiten der US-Bank war zu vernehmen, dass man bei den wiederkehrenden Bestandsbewertungen mit Abschlägen rechnet.

Morgan Stanley plant jedoch den Fonds schon im Herbst dieses Jahres wieder zu öffnen. Aber auch eine Liquidierung des Fonds kann von der Investmentbank nicht mehr ausgeschlossen werden. Aktuell führt die Bank mit einigen Investoren Gespräche. Der neue Geschäftsplan soll im Juli oder August präsentiert werden.

Der offene Immobilienfonds P2 Value von Morgan Stanley hat Ende März ein Volumen von mehr als zwei Milliarden Euro verwaltet. Etwa ein Drittel des Fonds ist in Japan investiert. Allerdings stellt sich die Lage gerade am japanischen Gewerbeimmobilienmarkt sehr schwierig dar. In Japan ist der Aufschwung des Investmentmarkts, der aktuell in Europa zu beobachten ist, noch nicht angekommen. Selbst im Bereich des Vermietungsgeschäfts sind dort kaum Renditen zu erzielen.