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Ölpest von US-Regierung zur nationalen Katastrophe erklärt

Ölpest von US-Regierung zur nationalen Katastrophe erklärt

Im Golf von Mexiko wird die Katastrophe durch das austretende Öl immer größer. Nachdem eine Ölplattform in der vergangenen Woche vor der Küste Louisianas erst explodiert und dann gesunken ist, begann das Unheil.

Mittlerweile wurde bekannt, dass drei Bohrlöcher undicht sind und fünfmal so viel Öl aus den Löchern am Meeresboden austritt als angenommen. Derzeit geht man von 800.000 Litern Rohöl am Tag aus, die ins Meer laufen. Schon morgen könnte der Ölteppich auf die Küstenregion des Golfs von Mexiko treffen und Tausende von Tieren und das empfindliche Ökosystem verschmutzen.

Eine Lösung des Problems ist bislang nicht in Sicht. Die Versuche, das Öl abzufackeln oder aufzufangen sind gescheitert. Genauso haben es die Mini-Roboter, die zum Stopfen der Bohrlöcher eingesetzt werden, nicht geschafft die Löcher zu versiegeln.

Unterdessen hat die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika das Unglück zur nationalen Katastrophe erklärt. Präsident Obama hat drei Vertreter der Regierung in die Region geschickt, damit man sich ein eigenes Bild der Lage vor Ort verschaffen kann. Er hat Innenminister Ken Salazar, Lisa Jackson, Leiterin der Umweltbehörde EPA und Janet Napolitano geschickt. Der Stellvertreter des Innenministers, David Hayes, hat angekündigt, dass man alle Tiefwasser-Bohrstationen, die sich im Golf von Mexiko befinden, überprüfen wird.

Bild: gunnarrieszwo