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Ölpest: Ultimatum von US-Regierung gestellt

Ölpest: Ultimatum von US-Regierung gestellt

Der britische Mineralölkonzern BP steht dieser Tage mächtig unter Druck. Nicht nur, dass man sich damit auseinandersetzen muss, wie man die lecken Bohrlöcher am Grund des Golfs von Mexiko flickt, sondern BP muss sich in dieser Woche gleich vor drei Ausschüssen des US-Kongresses verantworten.

Die US-Regierung macht dem Mineralölkonzern jetzt mächtig Druck und fordert, dass BP innerhalb von 72 Stunden Lösungsvorschläge für das Problem mit den lecken Bohrlöchern präsentiert.

James Watson, US-Koordinator und Konteradmiral hat gesagt, dass man von BP erwarte, innerhalb der nächsten 72 Stunden Lösungsvorschläge präsentiert zu bekommen wie der Mineralölkonzern das Öl alternativ, ununterbrochen und mit gleichzeitigen Verfahren entfernen will. Außerdem erwartet man einen konkreten Zeitplan.

Mitte April ist die Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ zunächst explodiert und dann gesunken. Sie hat im Golf von Mexiko drei lecke Bohrlöcher hinterlassen, aus denen täglich bis zu drei Millionen Liter Rohöl austreten. Bislang sind alle Versuche der Betreibergesellschaft BP gescheitert die Bohrlöcher zu stopfen. Lediglich ein Trichter wurde installiert, der einen Teil des austretenden Öls auffängt. Dennoch treten aktuell bis zu drei Millionen Liter Rohöl täglich ungehindert aus den Bohrlöchern.