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Ölpest: Top Kill – BP startet neuen Versuch Bohrloch zu stopfen

Ölpest: Top Kill – BP startet neuen Versuch Bohrloch zu stopfen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/uscgd8/4542937668/sizes/m/##uscgd8

Schon seit über einem Monat strömen im Golf von Mexiko unvorstellbare Mengen Öl ins Meer. Nachdem die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im April gesunken war versucht BP bislang erfolglos, die lecken Bohrlöcher am Boden des Meeres zu stopfen.

BP scheint machtlos zu sein und schafft es nicht, die Bohrlöcher abzudichten. Entgegen der zunächst zugegebenen 800.000 Liter Rohöl fließen nach Expertenmeinung Tag für Tag zehn Millionen Liter ins Meer.

Die Küstenregionen von Louisiana und Mississippi, sogar die von Florida sind von der schlimmsten Ölpest aller Zeiten betroffen. In dem verwinkelten Flussdelta des Mississippis wird es Jahre dauern, bis das angeschwemmte Öl beseitigt ist.

Am Mittwoch will BP einen neuen Versuch starten – das Wort Versuch schließt das Scheitern schon mit ein – die lecken Bohrlöcher am Boden des Golfs vom Mexiko zu schließen. Die neue Methode nennt sich „Top Kill“. Bei dieser Methode will BP riesige Mengen Schlamm am Meeresgrund ablassen, um das sprudelnde Öl zu mindern. Daraufhin sollen die Bohrlöcher mit Zement versiegelt werden. Das alles soll in einer Tiefe von 1.500 Metern bewerkstelligt werden.

Experten räumen dieser Methode allerdings keine großen Chancen ein, denn in solch einer Tiefe wurde diese Methode bislang noch nicht angewendet. Auch von Seiten des Mineralölkonzerns BP rechnet man lediglich mit Erfolgschancen, die bei 60, maximal 70 Prozent liegen. Der Erfolg wird also schon im Hause BP angezweifelt.

Erfolgversprechender scheint da die Methode der Entlastungsbohrungen. BP will zwei weitere Bohrlöcher erstellen, die dann das Öl absaugen sollen. Allerdings benötigt man dafür bis zu drei Monate Zeit. Drei Monate, die die Natur weiterhin immens belasten.