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Ölpest: Tony Hayward von BP hat versagt – Er wird versetzt

Ölpest: Tony Hayward von BP hat versagt – Er wird versetzt

Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko hat Tony Hayward, Chef von BP, vieles falsch gemacht. Wegen seines schlechten Krisenmanagements muss er nun die Führung im Bereich der Ölpest abgeben. Aber zurücktreten will er nicht, obwohl ihm dies sogar US-Präsident Barack Obama nahegelegt hatte.

Der neue Mann für das Krisenmanagement in der Frage der Ölpest wird Robert Dudley sein. Ob dieser Vertreter des BP-Managements tatsächlich fähig sein wird, schnelle Lösungen zu präsentieren, wie man der Krise Herr werden kann, darf allerdings bezweifelt werden.

Am Donnerstag musste sich Hayward vor dem US-Kongress verantworten und wurde unerwartet hart angegangen, konnte aber auf viele Fragen keine befriedigenden Antworten finden. Er hat lediglich eingeräumt, dass es bei BP in Bezug auf die Bohrinsel „Deewpwater Horizon“ schwere Versäumnisse gegeben hätte.

BP muss in einen Hilfsfonds einzahlen, um die Kosten der Ölpest zu übernehmen. Aktuell ist die Rede von 20 Milliarden US-Dollar. Allerdings gehen Experten davon aus, dass dies viel zu wenig ist. Die Schadensumme könnte schnell deutlich höher werden. Experten sprechen derzeit von 100 bis 150 Milliarden Dollar Kosten.