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Ölpest: Obama im Krisengebiet – Öl-Katastrophe immer schlimmer

Ölpest: Obama im Krisengebiet – Öl-Katastrophe immer schlimmer

US-Präsident Barrack Obama ist am Sonntag in das Krisengebiet gereist, um sich vor Ort ein eigenes Bild der Lage zu verschaffen. Mit seinem Besuch in der Krisenregion will der Präsident seine Handlungsbereitschaft zeigen. Obama sagte in einer Rede, dass er BP für alle Schäden zur Rechenschaft ziehen werde. Experten rechnen mit Schäden in Milliardenhöhe. Der amerikanische Präsident erhöht den Druck auf BP und fordert, sich als Eigner der gesunkenen Bohrinsel stärker beim Stopfen der Bohrlöcher und der Bekämpfung des Ölteppichs zu beteiligen.

Unterdessen nehmen die Ausmaße der Umweltkatstrophe immer schlimmere Formen an. Starker Wind und hoher Wellengang sorgen dafür, dass die Rettungsversuche des empfindlichen Ökosystems immer wieder gestört werden. Das Öl, das unaufhaltsam auf die Küstenregion des Mississippi-Deltas trifft, schwappt aufgrund des hohen Seegangs einfach über die errichteten Barrieren, sofern diese nicht durch den heftigen Wellengang zerrissen werden. Erste Ausläufer des Ölteppichs treffen bereits auf die Küste Louisianas.

Vor knapp zwei Wochen war im Golf von Mexiko eine Ölplattform von BP explodiert und dann gesunken. Die drei defekten Bohrlöcher am Boden sind noch immer nicht gestopft worden. Damit treten täglich bis zu 800.000 Liter Rohöl aus, die den empfindlichen Lebensraum am Golf von Mexiko massiv bedrohen.

Bild: cy esp