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Ölpest: Neuer Rückschlag – BP bricht Rettungsversuch wieder ab

Ölpest: Neuer Rückschlag – BP bricht Rettungsversuch wieder ab

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/fibonacciblue/4657166859/sizes/m/##Fibonacci Blue
Seit Mitte April laufen täglich mehrere Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko. BP versucht seit der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ die lecken Bohrlöcher am Grund des Meeres zu stopfen. Bislang äußerst erfolglos.

Am Dienstag hat man einen weiteren Versuch gestartet, den Ölaustritt endlich in den Griff zu bekommen. Es soll eine Kuppel über das Bohrloch gestülpt und dann das Öl mit einem Schiff abgesaugt werden.

Aber auch der neueste Versuch von BP, dem die Experten schon von vorneherein keine großen Erfolgschancen eingeräumt hatten, droht abermals zu scheitern. Um die Aktion durchzuführen, muss die Steigleitung des Bohrlochs abgesägt werden, was unter anderem zu einem erhöhten Austritt an Öl führt.

Beim Absägen der Steigleitung hat sich nun das Sägeblatt verklemmt und der Roboter konnte stundenlang nicht weitermachen. BP hat die Arbeiten an dem Rettungsversuch unterbrochen und bislang nicht wieder aufgenommen. Außerdem sollen die Sägeblätter, die sogar mit Diamanten besetzt sind, zu stumpf für das Steigrohr sein. Nach Angaben der „New York Times“ will man nun mit einem Scherenschneider die Rohrleitung durchtrennen, ob dies tatsächlich funktioniert wird sich zeigen. BP hat derzeit die Arbeiten unterbrochen und es ist auch nicht klar, wann es weitergehen soll.