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Ölpest: Neue Katastrophe – Unterseeischer Ölteppich entdeckt

Ölpest: Neue Katastrophe – Unterseeischer Ölteppich entdeckt

Jetzt wurde ein neuer Ölteppich unterseeisch an der Küste Louisianas entdeckt.

Bis zu einer Tiefe von 1000 Metern reichen die Ölschwaden von kurz unter der Wasseroberfläche und sind zudem noch weitere zehn Kilometer breit. Dies stellte David Hollander (Universität South Florida) jetzt fest. Das unter der Wasseroberfläche jetzt gesichtete Öl erstreckt sich auf eine Länge von 35 Kilometern nordöstlich des Öllecks in Richtung Alabama. Nach der Explosion der Bohrinsel Deepwater-Horizon ist es jetzt bereits das zweite Mal, dass solche Ölschwaden unter der Wasseroberfläche entdeckt wurden.

Weitere unglaubliche Fakten zur Ölkatastrophe:
Nach ernst zu nehmenden Schätzungen sind inzwischen zwischen 64 und 148 Millionen Liter Rohöl ins Meer geflossen. Das heißt, dass zwischen 1,9 bis 3 Milliionen oder mehr Liter Öl binnen 24 Stunden ins Meer gelangen. Verseucht sind mittlerweile mehr als 270 Kilometer Küste und 13 Hektar Marschland. 220 Schildkröten, 25 Meeressäuger und mehr als 470 Vögel sind mittlerweile schrecklich verendet.

Jetzt soll wiederum ein neuer Rettungsversuch gestartet werden, indem BP vor hat, neue Zugänge zur Quelle rund vier Kilometer unter dem Meeresboden zu bohren, die bereits halb fertig sein sollen. Das werde aber immer schwerer. Noch eine weitere Technik wird verfolgt, indem man das bestehende Steigrohr zur Quelle absägen und einen Auffangbehälter darüber stülpen will, der das Gas und Öl sammeln soll. Von diesem Behälter aus würde es dann durch eine Leitung zum Schiff geleitet. Wiederum werden die Menschen auf weitere vier bis sieben weitere Tage vertröstet.

Nach Angaben von BP könnte es sogar bis zum August dauernd, bis sich das unablässig sprudelnde Öl wahrscheinlich stoppen ließe.

Nicht genug mit den vergeblichen Versuchen, das sprudelnde Öl zu stoppen, kommt auch jetzt noch auf die Menschen zusätzlich die quälende Angst vor der nahenden Hurrikan-Saison hinzu, die den Einsatz stark erschweren wird. Bisher hatte sich das Wetter nämlich günstig für die Rettungsversuche gezeigt, das kann sich jeden Tag ändern.