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Ölpest in USA: Dritte Millionen-Rechnung für BP von Regierung

Ölpest in USA: Dritte Millionen-Rechnung für BP von Regierung

Bild:##http://www.flickr.com/photos/deepwaterhorizonresponse/4639699607/sizes/m/## Deepwater Horizon Response
Jetzt hat US-Präsident Obama inzwischen die dritte Rechnung an BP wegen der größten Umweltkatastrophe dieses Jahrhunderts geschickt. Sie beträgt 51,4 Millionen Dollar (41,8 Millionen Euro). Bisher wurden damit dem Ölkonzern insgesamt 122,3 Millionen Dollar in Rechnung gestellt.

BP hatte die ersten beiden Zahlungen in vollem Umfang beglichen. Mittlerweile wird der Verlust tausender Arbeitsplätze in der Region befürchtet.

Zudem haben die Bundesbehörden die Fischerei-Verbotszone im Golf von Mexiko auf rund 225.300 Quadratkilometer ausgeweitet – so groß ist Rumänien flächenmäßig.

Durch diese Maßnahme sind unglaubliche 36 Prozent der überwachten Gewässer für den Fischfang gesperrt, so die US-amerikanische Einsatzleitung. Entlang der US-Golfküste sind 277 Kilometer Küste vom Öl verschmutzt, davon ist mit knapp 95 Kilometern Florida am meisten betroffen.

Von Unternehmen, die Schiffe und Bohrinselausrüstungen liefern, werden massive Einbußen durch den angeordneten Stopp befürchtet. Mehrere Ölservice-Unternehmen wollen jetzt vor Gericht erreichen, dass der von Obama verfügte sechsmonatige Tiefsee-Bohrstopp aufgehoben wird. Ein Bundesrichter in New Orleans (Louisiana) will bis Mittwochmittag (Ortszeit) eine Entscheidung hierzu treffen.