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Ölpest eventuell bis Ende des Jahres – Folgen noch in 10 Jahren

Ölpest eventuell bis Ende des Jahres – Folgen noch in 10 Jahren

Die Ölpest im Golf von Mexiko ist größer als angenommen. Als vor einigen Wochen die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ explodiert und gesunken ist hat sie drei defekte Bohrlöcher am Boden des Meeres hinterlassen. Seitdem treten täglich mehrere Millionen Liter Rohöl ungehindert aus.

BP ist es zwischenzeitlich nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen gelungen eine Glocke über den defekten Bohrlöchern zu platzieren, die zumindest einen Teil des Öls absaugen kann.

Dennoch treten weiterhin täglich bis zu zwei Millionen Liter Rohöl aus. Es ist nicht nur der oberflächlich sichtbare Ölteppich, sondern es finden sich an vielen Stellen im Golf von Mexiko unterseeische Ölteppiche. BP versucht mit zwei Entlastungsbohrungen die Bohrlöcher in einer wesentlich größeren Tiefe zu treffen um dann das Öl abzusaugen. Allerdings dauern die Bohrungen mindestens bis August an.

Bis dahin treten weiterhin viele Millionen Liter Rohöl aus, die beseitigt werden müssen. Die akuten Aufräumarbeiten, so schätzen Experten werden mindestens bis zum Ende des Jahres dauern. Die Folgen und Schäden in der Natur werden allerdings erst in zehn Jahren völlig beseitigt sein.