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Ölpest: BP zensiert und versucht zu vertuschen

Ölpest: BP zensiert und versucht zu vertuschen

Nicht nur, dass die Ölpest im Golf von Mexiko eine der schlimmsten Naturkatastrophen der Neuzeit ist und BP die defekten Bohrlöcher am Grund des Meeres nicht in den Griff bekommt, ist jetzt bekannt geworden, dass BP zensiert.

Eine US-amerikanische Journalistin ist an die Golfküste gereist, um sich ein eigenes Bild von der Lage vor Ort zu machen. Dabei wollte sie Fotoaufnahmen von dem ölverschmutzten Strand machen. Sofort sind Mitarbeiter von BP auf die Frau zugegangen und haben diese aufgefordert, den Strand sofort zu verlassen und mögliche Bilder zu löschen.

BP führt die US-Regierung schon seit Wochen an der Nase herum. Mehrfach wurde die Angabe über die Menge des austretenden Öls erhöht. Es ist bekannt, dass BP schon Wochen vor dem Unglück auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ von Problemen mit der Plattform wusste. Ein paar Stunden bevor die Bohrinsel explodiert ist wurde dem Mineralölkonzern gemeldet, dass es zu Abnormitäten im Druckverhalten in den Bohrlöchern kommen würde. All das kam allerdings nicht aufgrund von Mitteilungen BP’s ans Tageslicht.

BP versucht weiterhin, das tatsächliche Ausmaß der Ölpest zu vertuschen. Noch an diesem Wochenende läuft ein Ultimatum ab, das US-Präsident Obama gestellt hat. BP muss bis Sonntagabend einen konkreten Plan zum Lösen des Ölproblems vorlegen.