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Ölpest: BP zahlt 20 Milliarden in Hilfsfonds – 10 Millionen Liter Rohöl täglich – Keine Dividende

Ölpest: BP zahlt 20 Milliarden in Hilfsfonds – 10 Millionen Liter Rohöl täglich – Keine Dividende

US-Präsident Barack Obama setzt BP immer mehr unter Druck und nimmt den Ölmulti in die Pflicht. Obama rät BP, einen Hilfsfonds für die Ölkatastrophe zu gründen. Der Mineralölkonzern folgt und will 20 Milliarden Dollar in einen Hilfsfonds einzahlen.

Allerdings wird die Summe nicht mit einem Mal eingezahlt, sondern über mehrere Jahre verteilt, damit das Unternehmen nicht in eine finanziell bedrohliche Lage gerät.

Bedrohlich ist unterdessen die Lage im Golf von Mexiko. Noch immer strömen täglich mehrere Millionen Liter Rohöl ungehindert in das Meer. Neueste Schätzungen gehen mittlerweile von fast zehn Millionen Liter Rohöl aus, die an jedem Tag in den Golf von Mexiko laufen.

Noch immer versucht BP die lecken Bohrlöcher am Grund des Meeres zu stopfen. Bisher ergebnislos. Die Gefahr wird immer größer, dass das Öl in den Golfstrom gelangt und sich weltweit verteilt. Dann ist es nicht mehr nur ein amerikanisches Problem, sondern ein weltweites. Angesichts des schlechten Krisenmanagements von BP eine Horrorvorstellung. Einer Umfrage zufolge sind 52 Prozent der Amerikaner der Meinung, dass auch das Krisenmanagement Obamas versagt hat. Viel zu lange habe er sich auf das Krisenmanagements BP’s verlassen. Bleibt nur noch offen, ob 20 Milliarden US-Dollar in mehreren Jahre genug sein werden, um die Schäden der Ölpest zu decken, denn Experten schätzen die Kosten deutlich höher ein.

Unterdessen hat BP bekannt gegeben, dass man im laufenden Jahr keine Dividende zahlen wird. Hintergrund ist die Einzahlung in den Hilfsfonds. Diese wird letztendlich über das Aussetzen der Dividendenzahlung finanziert.