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Ölpest: BP will Schuld nicht alleine auf sich nehmen

Ölpest: BP will Schuld nicht alleine auf sich nehmen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/deepwaterhorizonresponse/4764264973/sizes/m/in/photostream/##Deepwater Horizon Response
Der britische Mineralölkonzern BP hat die Katastrophe der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ untersucht und die Ergebnisse analysiert. Die Explosion der Bohrinsel und die daraus resultierende Ölpest hat durch eine Kombination verschiedener Ereignisse ihren Lauf genommen.

Die Katastrophe sei sowohl durch menschliches Versagen und technische Fehler ausgelöst worden. Die Ingenieure von BP hätten falsche Schlüsse aus einem Drucktest gezogen, der kurz vor der Katastrophe durchgeführt wurde.

BP will aber die Schuld nicht alleine auf sich nehmen. Man schiebt auch anderen Unternehmen einen Teil des Schwarzen Peters zu. Bob Dudley, neuer Chef bei BP, hat gesagt, dass man schon von Anfang immer wieder betont habe, dass auch andere Beteiligte Verantwortung bei diesem Unglück übernehmen müssen.

Am 20. April 2010 ist die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ zunächst explodiert und später gesunken. Sie hatte ein leckes Bohrloch zurückgelassen, dass BP erst Wochen später schließen konnte. Wochenlang sind täglich mehrere Millionen Liter Rohöl ungehindert in den Golf von Mexiko geflossen und haben schwere Schäden an der Umwelt hinterlassen. Für BP hat sich die Katastrophe fast zum wirtschaftlichen Totalschaden entwickelt. Es wird erwartet, dass auf BP noch hunderte von empfindlichen Schadenersatzklagen zukommen. Derzeit laufen mehrere Untersuchungen zu der Katastrophe.