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Ölpest: BP sind Kosten egal – Öl sprudelt weiter

Ölpest: BP sind Kosten egal – Öl sprudelt weiter

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, ausgelöst durch die Explosion der Ölbohrinsel „Deepwater Horizon“, wird den Mineralölkonzern BP Milliarden kosten. BP wird durch die Zahlungen allerdings nicht in finanzielle Bedrängnis geraten. Es sei sogar noch möglich für das erste Quartal 2010 eine Dividendenzahlung zu leisten.

BP verfügt über finanzielle Mittel, die es möglich machen, dass der Konzern die finanziellen Folgen der Ölpest wegstecken kann.

Alleine im ersten Quartal 2010 konnte das Unternehmen einen Überschuss von 6,2 Milliarden Dollar erwirtschaften. Tony Hayward, Chef von BP, hat im Rahmen einer Telefonkonferenz gesagt, dass man die finanziellen Folgen der Ölpest gut wegstecken kann. Gleichzeitig kündigte er an, dass man die Fördermenge an Öl reduzieren werde. An welche Minderung er genau denkt hat er noch nicht bekannt gegeben.

Hayward führte weiter aus, dass sich die Kosten der Ölkatastrophe bislang auf eine Milliarde Euro belaufen würden. BP ist es nun gelungen, nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen die Bohrlöcher am Grund des Meeres zu schließen, einen Teil des austretenden Öls mit einer Glocke abzusaugen. Allerdings fließen noch immer bis zu zwei Millionen Liter Rohöl täglich ungehindert in den Golf von Mexiko.