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Ölpest: BP kein wirkliches Interesse an Rettung – Katastrophe kann BP nichts anhaben

Ölpest: BP kein wirkliches Interesse an Rettung – Katastrophe kann BP nichts anhaben

Der Kampf von BP gegen das austretende Rohöl am Grund des Golfs von Mexiko scheint schier unlösbar. Alle Versuche, die lecken Bohrlöcher am Boden des Meeres in 1.500 Metern Tiefe zu stopfen, misslingen.

BP hat angekündigt, dass man Montag oder Dienstag einen neuen Versuch starten will, die Bohrlöcher zu flicken. Diesmal will man es mit einer Kuppel versuchen, die man über das Bohrloch stülpt, um dann das austretende Öl abzusaugen. Allerdings räumt der Ölkonzern selbst diesem Versuch keine hohen Erfolgschancen ein.

Die Analysten glauben, dass BP die Krise auf lange Sicht locker wegstecken wird. Da sei es völlig egal, welchen Druck Obama und seine Regierung auf den Konzern ausüben. Aufgrund der immensen Finanzkraft des Unternehmens ist nicht damit zu rechnen, dass der Konzern durch die Ölkatastrophe und deren Folgekosten ins Wanken kommt.

Es kann noch Monate dauern, bis das sprudelnde Öl nicht mehr ins Meer fließt. Experten gehen davon aus, dass es bis zu 15 Jahren dauern kann bis alle Folgen der Ölpest beseitigt sind. Seit im April die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ explodiert ist, fließen täglich bis zu drei Millionen Liter Rohöl ins Meer. In vielen Medien wird berichtet, dass es sich bisher um 70 Millionen Liter Rohöl handeln soll, die ins Meer geflossen sind. Da das Unglück bereits am 20. April geschehen ist und heute der 1. Juni geschrieben wird, bedeutet das, dass tatsächlich bislang 123 Millionen Liter Rohöl ins Meer gelaufen sein müssen. Das Ausmaß der Katastrophe wird also jetzt schon heruntergespielt. Bleibt abzuwarten, wie sich die Katastrophe weiterentwickelt und ob es in den kommenden Tagen eine Lösung für das Problem geben wird.