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Ölpest: BP-Aktie fällt immer weiter – Neues Jahrtausend-Rekordtief

Ölpest: BP-Aktie fällt immer weiter – Neues Jahrtausend-Rekordtief

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/nolocontendre/4662300674/##nolo_contendre
Die Aktie von BP stürzt immer weiter ab. Hintergrund ist, dass sich viele Anleger vor den massiven Kosten fürchten, die aufgrund der Ölpest im Golf von Mexiko auf BP zukommen. Noch immer ist keine Lösung in Sicht und BP scheint auch in absehbarer Zeit kein Mittel zu finden, die lecken Bohrlöcher am Grund des Golfs von Mexiko zu stopfen.

Am Freitag ist die Aktie des britischen Mineralölkonzerns weiter gesunken. Langsam schlagen die Folgen des massiven Vertrauensverlusts gegenüber BP auch auf Großbritannien durch. BP gehört zu den größten Steuerzahlern des Landes und macht zwölf Prozent der Gesamtrendite Englands aus. Außerdem sind viele Pensionsfonds in BP investiert, die nun ihre Rentenprognosen deutlich mindern müssen.

Immer mehr Anteilseigner verkaufen ihr Investment, das sie bislang in BP-Aktien hielten. Durch die panikartigen Verkäufe ist das Papier am Freitag auf fast 300 Pence gesunken und verzeichnet damit den niedrigsten Wert in den vergangenen vierzehn Jahren und steht somit auf einem Rekordtief seit Beginn des Jahrtausends.

Händler erklären, der Markt fürchte sich davor, dass BP neue Kredite aufnehmen muss, um die Kosten der Krise abzufangen. Auf BP würde immer mehr Druck ausgeübt, die eigene Liquidität zu verbessern. Das ist allerdings enorm schwer, denn erst vor kurzem wurde das Rating von BP massiv abgewertet, was bedeutet, dass eine neue Kreditaufnahme nur mit großen Risikoaufschlägen möglich ist. Von BP hört man fast schon gebetsmühlenartig, dass man Fortschritte beim Flicken der lecken Bohrlöcher machen würde. Ergebnisse sind allerdings bislang keine zu sehen.