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Ölpest: Bohrloch im Golf von Mexiko endlich geschlossen

Ölpest: Bohrloch im Golf von Mexiko endlich geschlossen

Washington – Seit einem Vierteljahr wartet die Menschheit auf diese Nachricht. Das defekte Bohrloch im Golf von Mexiko ist geschlossen.

Dem britischen Konzern BP ist es erstmals seit Beginn der Ölkatastrophe am 20. April gelungen, das Leck im Golf von Mexiko zu schließen. Wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte, konnte mit der Abdichtvorrichtung „Top Hat 10“ der Ölfluss zum Versiegen gebracht werden.

Bei dem Test der Kappe, der eigentlich bereits am Dienstag stattfinden sollte, habe man alle Ventile geschlossen. BP-Manager Kent Wells warnte jedoch, dass erst weitere Tests zeigen werden, ob die Abdichtung tatsächlich hält. Nun müsse sich erweisen, dass das Bohrloch dem erhöhten Druck standhält und keine neuen Lecks auftreten. Allerdings können erst Entlastungsbohrungen, die frühestens Ende Juli stattfinden, zu einem vollständigen Verschluss des Öllecks führen.

Die Ölplattform „Deepwater Horizon“ war am 22. April nach einer Explosion gesunken. Aus dem dabei beschädigten Bohrloch traten seitdem täglich etwa zehn Millionen Liter Öl aus. Das Ökosystem des Golfs von Mexiko sowie die angrenzende US-Küste wurden durch das Öl stark geschädigt. (dts Nachrichtenagentur)