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Ölpest: Absaugglocke platziert – Nur Teilerfolg – Öl strömt weiter

Ölpest: Absaugglocke platziert – Nur Teilerfolg – Öl strömt weiter

BP hat im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko einen Teilerfolg erzielen können. Auf dem abgesägten Steigrohr des lecken Bohrlochs konnte wie geplant eine Absaugglocke platziert werden.

Jetzt kann das Öl auf ein Schiff gepumpt werden. Allerdings handelt es sich nur um einen Teilerfolg, denn die über dem lecken Bohrloch platzierte Haube kann nur einen geringen Teil des ausströmenden Öls auffangen.

Im Prinzip ist nicht viel passiert. Es strömt nach wie vor Rohöl ungehindert ins Meer. Experten gehen davon aus, dass auch jetzt noch bis zu drei Millionen Liter Rohöl täglich ins Meer laufen.

Unterdessen haben Experten anhand einer Computersimulation veranschaulicht, wie sich das Öl im Golf von Mexiko und weiterhin im Atlantik und den anderen Weltmeeren verteilen könnte. Das Öl wird praktisch aus dem Golf von Mexiko heraus transportiert und gelangt dann in den Golfstrom. Eine Horrorvision, die schon bald Realität werden könnte.

Vor einigen Wochen ist die Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ zunächst explodiert und dann gesunken. Seither strömen täglich mehrere Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko und verseuchen die Küsten der Golfregion. Ein Ende ist derzeit nicht absehbar. Erst eine Entlastungsbohrung soll Abhilfe schaffen. Diese ist allerdings frühestens im August beendet und der Erfolg ist nicht ganz klar.