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Ölpest: 100 Milliarden US-Dollar Schaden – Hayward schuldet Antworten

Ölpest: 100 Milliarden US-Dollar Schaden – Hayward schuldet Antworten

Die Ölpest im Golf von Mexiko wächst sich immer mehr zur riesigen Katastrophe aus. BP schafft es nicht, die lecken Bohrlöcher am Grund des Meeres zu stopfen und scheint auch keine Versuche mehr unternehmen zu wollen, diese zu schließen. Wie es scheint, lässt man das Öl einfach laufen. Es kostet ja „nur“ Geld.

Am Donnerstag musste sich dann der BP-Chef Tony Hayward vor dem US-Kongress verantworten.

Nach dem Verhör zeigten sich die US-amerikanischen Politiker sehr unzufrieden mit der Auskunftsbereitschaft Haywards. In dem „Verhör“ hätte er die ganze Zeit keine wirklichen Auskünfte gegeben und immer wieder gemauert. Er hat dem Kongress versprochen, die Ölpest vollständig aufzuklären, allerdings nicht wann. Er sagte auf die meisten Fragen, dass es noch zu früh sei, um eine Antwort darauf zu geben.

Auf viele Fragen antwortete Hayward gar nicht oder nur sehr unbefriedigend. Das Verhör hat letztendlich zu keinem Ergebnis geführt. Im Prinzip bleibt sich damit BP treu, denn die Versuche die Bohrlöcher zu flicken, führen ja bekanntermaßen auch zu nichts. Letztendlich sollte man im Hause BP vielleicht doch sehr intensiv über die Frage nachdenken, ob man Hayward nicht absetzt.

Unterdessen haben Experten berechnet, dass die Ölpest viel teurer werden könnte wie bislang vermutet. Bisher war von 20 Milliarden US-Dollar die Rede. Jetzt sprechen Experten von bis zu 100 Milliarden US-Dollar. Angesichts des fallenden Börsenkurses von BP und der immer größer werdenden Mehrheit, die vielerorts BP-Tankstellen meidet, könnten diese Tatsachen die Finanzkraft des Unternehmens eventuell doch übersteigen und dieses deutlich ins Wanken bringen.