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Ölkatastrophe: Drittes Leck entdeckt – Fünfmal so viel Öl tritt aus – Golf von Mexiko

Ölkatastrophe: Drittes Leck entdeckt – Fünfmal so viel Öl tritt aus – Golf von Mexiko

In der letzten Woche ist im Golf von Mexiko eine Bohrinsel explodiert und gesunken. Durch den Unfall sind die Bohrlöcher am Boden des Meeres offen und es strömt schon seit Tagen Öl aus.

Jetzt hat die US-Küstenwache ein weiteres drittes Bohrloch gefunden, aus dem Rohöl austritt. Das Ausmaß der Katastrophe ist viel schlimmer als bislang angenommen. Ist man bisher davon ausgegangen, dass täglich bis zu 159.000 Liter Rohöl aus den beiden Bohrlöchern austreten, ist jetzt die Rede von bis zu 600.000 Litern Rohöl.

Die Folgen sind katastrophal, nicht nur die Küsten des Golfs von Mexiko sind massiv bedroht, sondern auch der Meeresboden, auf dem sich nach und nach das Rohöl ablagert. Der Ölteppich hat mittlerweile die Größe Bayerns überschritten und bewegt sich bedrohlich schnell auf die Küstenregion zu. Man rechnet damit, dass er bereits morgen schon auf die Küste treffen wird.

Unterdessen sind 50 Reinigungsboote damit beschäftigt, das Öl aus dem Meer herauszupumpen. Allerdings ist dies angesichts der aus den Borlöchern austretenden Mengen ein Tropfen auf dem heißen Stein. Seit heute Morgen wird versucht, einen Teil des Ölfilms kontrolliert abzubrennen, was allerdings auch zu Schäden in der Umwelt führt.

Bild: marinephotobank