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Öl im Roten Meer/Hurghada: Reiseveranstalter nervös – Kontakt aufnehmen

Öl im Roten Meer/Hurghada: Reiseveranstalter nervös – Kontakt aufnehmen

Durch eine Förderplattform ist im Roten Meer vor der Küste des Badeortes Hurghada/Ägypten vor einer Woche Öl ausgetreten.

An den Stränden in und um Hurghada entstand ein 20 Kilometer langer Ölteppich. Das Leck scheint jetzt wohl unter Kontrolle zu sein.

Obwohl die ägyptische Regierung anfangs wegen der zu erwartenden Touristen in der beliebten Region schwieg, berichteten ägyptische Medien unter Berufung der dortigen Umweltschutzagentur, dass auch die Strände in Hurghada betroffen seien.

Für Ägypten kommt zu Beginn der jetzigen Urlaubssaison die Katastrophe höchst ungelegen, denn die Wirtschaft hängt am Tropf des Fremdenverkehrs.

Wenn man trotzdem seinen Urlaub in Hurghada verbringen möchte, so bietet sich der Deutsche Reiseverband (DRV) für Auskünfte an. Eine Sprecherin des Verbandes sagte, dass die Veranstalter Auskunft geben könnten über die Öl-Verschmutzungen der dortigen Strände.

Bei einer Verschmutzung der Strände liege ein Fall höherer Gewalt vor. Gehe es um einen reinen Badeurlaub, dürfe der Urlauber den Aufenthalt ohne Stornokosten absagen, so die Technische Universität Dresden (Prof. Ronald Schmid, Tourismusrechtler). Eine Alternative stelle auch eine Preisminderung dar. Dies gelte allerdings nicht für Ägypten-Rundreisen.

Die Strände seien laut Auskunft des DRV inzwischen gereinigt worden, vereinzelt würden allerdings weitere kleine Ölklumpen angespült werden. Dies wurde auch so von der staatlichen ägyptischen Umweltschutzagentur bestätigt. Sie geht mittlerweile von einer 95-prozentigen Reinigung aus.

Es scheint so als würde man in der Region um Hurghada aufatmen, gerade noch so ist man wohl einer großen Katastrophe entgangen in diesem durch seine einmaligen Korallenriffe höchst sensiblen und schützenswerten Gebiet.