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OECD – Deutsche Wirtschaft im Aufschwung

OECD – Deutsche Wirtschaft im Aufschwung

Für das erste Halbjahr 2010 erwartet die OECD in den führenden Industrienationen (G7) ein deutlich langsameres Wachstum. Die Leistung der Wirtschaft dürfte durch Lagerabbau der Firmen und die endenden staatlichen Impulse abgebremst werden. Das hat die OECD am Mittwoch in einem Zwischenbericht zur Wirtschaft mitgeteilt.

Pier Carlo Padoan, Chefvolkswirt der OECD, hat gesagt, dass man viele gute Anzeichen sehen würde, dass sich die Aktivitäten verstärken. Allerdings wäre ganz klar, dass die Erholung sehr gebrechlich sei. Ein schwacher Arbeitsmarkt und mögliche Unruhen auf den Finanzmärkten sollten Zeichen sein, dass die Unterstützung der Politik nur langsam zurückgefahren wird.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlicht zweimal im Jahr einen sehr detaillierten Ausblick auf die Wirtschaft, der sich auf die 30 Mitgliedsländer bezieht. Das sind vor allen Dingen führende Industrienationen. Der Zwischenbericht dreht sich hauptsächlich um Entwicklungen im kurzfristigen Bereich. Hier werden Prognosen für das gesamte Jahr abgegeben. Aufgrund dieses Berichts soll die Wirtschaft in den USA im ersten halben Jahr schneller wachsen als die japanische und die in den drei größten Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien) der Euro-Zone.

Die Experten der OECD prognostizieren für die deutsche Wirtschaft eine auf das laufende Jahr hochgerechnete Minderung des Bruttoinlandsprodukts für das erste Quartal 2010 von 0,4 Prozent. Das Wachstum wird für die Monate zwischen April und Juni wird auf 2,8 Prozent eingeschätzt. Die Prognose für Deutschland wurde von der OECD schon Ende Januar bekannt gegeben. Insgesamt erwartet man bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Deutschland einen Zuwachs von 1,1 Prozent. Die OECD sprach sich für eine Stützung der Binnenwirtschaft durch die Bundesregierung aus.

(Quelle: Reuters)