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Obama droht Ölgesellschaften – Ölpest in Golfregion außer Kontrolle

Obama droht Ölgesellschaften – Ölpest in Golfregion außer Kontrolle

In den USA bereitet man sich auf eine Ölpest vor, die die Golfküste betreffen wird. Der Ölteppich soll schon in den nächsten Stunden auf das empfindliche Ökosystem entlang der amerikanische Küste, des Golfs von Mexiko treffen.

Vergangene Woche ist im Golf von Mexiko eine Bohrinsel des Mineralölkonzerns BP explodiert und daraufhin gesunken. Nachdem gestern bekannt wurde, dass am Boden des Meeres ein drittes Bohrloch undicht ist und wesentlich mehr Öl austritt als angenommen, hat Präsident Obama erklärt, dass es sich um eine nationale Katastrophe handelt.

Obama hat BP vorgeworfen, dass man viel zu träge reagieren und dadurch die drohende Ölpest nicht genügend eindämmen würde. Er kündigte an, dass künftig alle Tiefbohrinseln überprüft werden sollen. Da das Ausmaß der Ölpest anscheinend verheerender zur werden droht als damals die Ölpest vor Alaska, die bislang als die größte Ölkatastrophe der USA gilt, hat Präsident Obama den Mineralölkonzernen jetzt gedroht, nötigenfalls Tiefseebohrungen in Zukunft ganz zu verbieten.

Er kündigte an, dass man entschieden gegen den Ölteppich vorgehen will und nötigenfalls das Militär zur Bekämpfung des Ölfilms herangezogen wird. Außerdem hat er verkündet, dass der Mineralölkonzern BP für sämtliche Schäden, die durch das Sinken der Ölplattform „Deepwater Horizon“ und dessen Folgen entstehen, in die Pflicht genommen wird.

Derzeit scheint den beteiligten Einsatzkräften die Zeit nur so davon zu laufen. Immer mehr Öl strömt aus den defekten Bohrlöchern aus und die Ölpest scheint weiter außer Kontrolle zu geraten. Täglich sollen aktuell bis zu 800.000 Liter Rohöl aus dem Meeresgrund strömen. Die Maßnahmen wie das kontrollierte Abfackeln oder das Auffangen des Öls scheinen nichts zu bewirken und angesichts der riesigen Mengen Rohöls die nachströmen einfach zu verpuffen.

Aufgrund der sich anbahnenden Katastrophe hat die Aktie des Mineralölkonzerns BP am Donnerstag herbe Verluste hinnehmen müssen und fiel um mehr als 6,5 Prozent. Analysten gehen derzeit von großen Belastungen für den Konzern aus und prognostizieren durchaus weitere Kursverluste bei der Aktie.

Bild: gunnarrieszwo