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OB Sauerland: Kalkül? – Kein Rücktritt nach Loveparade-Katastrophe wegen des schnöden Mammons?

OB Sauerland: Kalkül? – Kein Rücktritt nach Loveparade-Katastrophe wegen des schnöden Mammons?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/achimh/4824462885/sizes/m/##AchimH
Ein Imagegewinn für Duisburg sollte es werden – zählt jetzt der eigene Gewinn (7.600 Euro Pension) für den Oberbürgermeister nach dem Desaster?

Am heutigen Freitag teilte ein Sprecher der Stadt Duisburg mit, dass OB Adolf Sauerland (CDU) im Amt bleibe. Die Rufe nach einem Rücktritt stehen ja schon länger im Raum, aber jetzt könnte vermutet werden, dass Sauerland aus finanziellem Kalkül an seinem Amt klebt.

Würde er nach einem Rücktritt aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden, müsste ihn Duisburg voll bei der Deutschen Rentenversicherung nachversichern. Allerdings ist das nicht mit einer Beamtenpension zu vergleichen.

Sollte er durch einen Bürgerentscheid aus seinem Amt abgewählt werden, so wäre das skurillerweise am attraktivsten für den jetzt so glücklosen Oberbürgermeister. Der Bund der Steuerzahler berichtet, dass er dann bis 2015 71 Prozent seiner letzten Bezüge als Oberhaupt der Stadt Duisburg von gut 10.709,29 Euro erhalten würde, also rund 7.600 Euro. Somit würde er dann „eine Luxusrente“ erhalten.

Kein Wunder, dass er zur Zeit die Tür seines Sitzungssaales von innen abschließt. Auch unbekannte Besucher dürfen nicht mehr alleine, sondern nur noch in Begleitung im Rathaus verweilen. Selbst die eigenen Parteikollegen drängen Sauerland inzwischen unverhohlen zum Rückzug.

Wenn Sauerland den Weg des Bürgerentscheides geht und eine so hohe Pension bekommt, sollte er vielleicht einmal überlegen, ob er diese nicht den Betroffenen der Katastrophe zukommen lassen könnte. Das wäre zwar auch kein Schritt, die Opfer wieder ins Leben zurückzuholen, würde aber vielleicht ein bisschen soziales Denken fördern.