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Niederlage für Obama bei US-Kongresswahlen

Niederlage für Obama bei US-Kongresswahlen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/eschipul/4499268404/sizes/m/in/photostream/##eschipul
Die USA haben gewählt und das Ergebnis für Präsident Obama war eindeutig schlecht. Die jetzt über ihren Sieg jubelnden Republikaner haben 62 Sitze mehr im Repräsentantenhaus ergattern können.

Eine Zahl, die es seit Jahren nicht mehr gab. Allerdings konnten sie diese Sitze nur durch die Protestwähler und die derzeitige Unzufriedenheit in den Vereinigten Staaten erreichen. Vielen gehen die von Obama versprochenen Reformen viel zu langsam und ein Silberstreifen am Horizont ist nicht zu sehen.

Experten sprechen von der größten Niederlage im Abgeordnetenhaus seit 1948. Die Demokraten konnten trotz dieser Wahlmisere die Mehrheit im Senat knapp halten. Jetzt hat wohl Barack Obama aus Wiederwahlgründen im Jahr 2012 den Entschluss gefasst, sich den Republikanern etwas anzunähern. Es hieß, dass er bereit sei, mit diesen zusammenzuarbeiten. Man müsse, da es um Amerika gehe, eine gemeinsame Basis finden.

Nach einer Präsidentenwahl, die so euphorisch und mit Zukunftsperspektiven erfolgte, hat es noch nie in den USA einen solch extremen Stimmungswandel gegeben. Gründe hierfür liegen in der schwachen Wirtschaft, der hohen Arbeitslosigkeit und der noch nicht überwundenen Krise. Eine Änderung lässt sich naturgemäß nicht in einem Jahr für solche großen Desaster erreichen, das braucht einfach Zeit.

Aber auch die Tea Party, die Reichsten der Reichen in USA haben mit ihren immensen Geldspenden und ihrer demagogischen, knallharten und radikalen Oppositionsreden viel bei einer verunsicherten Bevölkerung bewirken können.