close
Neue Studie: Wie die deutschen Haushalte versichert sind

Neue Studie: Wie die deutschen Haushalte versichert sind

Einer Studie zufolge, die das IFD Institut für Demoskopie Allensbach für 2009 erhoben hat, ist in deutschen Haushalten der Versicherungsschutz in Teilen rückläufig. Die Gewinner sind Berufs-, Erwerbsunfähigkeits- und private Rentenversicherungen sowie Hausrat- und Vollkaskoversicherungen. Dem gegenüber stehen Lebens-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen, die einen Rückgang verzeichnen mussten.

Je nachdem welcher Bereich betrachtet wird ist ein Rückgang oder eine leichte Stagnation festzustellen. Im Allgemeinen ist allerdings auch für das krisengeschüttelte Jahr 2009 keine Kaufzurückhaltung bei Versicherungsverträgen zu erkennen.

Die höchste Verbreitung in deutschen Haushalten kann immer noch die Kfz-Haftpflichtversicherung vorweisen. Derzeit sind 80,9 Prozent der deutschen Haushalte mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung ausgestattet. Damit liegt dieser Wert konstant seit vielen Jahren über der 80-Prozent-Marke. Die Kfz-Vollkaskoversicherung konnte um ein Prozent zulegen und steht jetzt bei 36,1 Prozent. Mit einer Hausratversicherung sind immerhin 77,1 Prozent der deutschen Haushalte versorgt, damit konnte diese Versicherungsart um 0,6 Prozent zulegen. Direkt dahinter liegt die Privathaftpflichtversicherung, die eine Verbreitung von 70,8 Prozent hat.

Bei der Rechtsschutz-Versicherung wurde die Studie in zwei Teilen erhoben. So ist bei der Familien-Rechtsschutz-Versicherung ein Rückgang von 0,1 Prozent auf 24,4 Prozent zu verzeichnen, bei der Verkehrs-Rechtsschutz-Versicherung gab es einen leichten Zuwachs von 0,7 Prozent auf 31,1 Prozent. Insgesamt ist bei der Rechtsschutz-Versicherung auf mehrere Jahre gesehen ein Rückgang zu verzeichnen. Derzeit hat die Rechtsschutz-Versicherung eine Marktdurchdringung von 41,9 Prozent.

Bei Lebensversicherungen ist der Trend rückläufig. Die Versicherungsdichte liegt aktuell bei 35,6 Prozent. Das ist ein Rückgang von 0,5 Prozent. In besonderem Maße ist hier schon seit einigen Jahren die Kapitallebensversicherung betroffen. So sind momentan nur noch 21,3 Prozent der Haushalte mit kapitalbildenden Lebensversicherungen ausgestattet, die eine Summe von mehr als 25.000 Euro haben.

Private Rentenversicherungen erfreuen sich auch 2009 weiterhin steigender Zahlen, auch wenn diese in 2009 etwas moderater ausgefallen sind. Hier konnte ein Plus von 0,1 Prozent verzeichnet werden, so dass aktuell eine Versorgung von 25,6 Prozent zu verbuchen ist.

Die Krankenvollversicherung stagniert. Hier gab es keine Veränderung, so dass 12,2 Prozent mit privaten Krankenversicherungen abgesichert sind. Die private Krankenzusatzversicherung konnte hingegen zulegen und liegt jetzt bei 25 Prozent.

Im Bereich der Risikoversicherungen konnten die Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung zulegen. Diese haben jetzt eine Marktdurchdringung von 24,1 Prozent. Bei der Unfallversicherung wurde ein Minus von 0,4 Prozent verzeichnet, so dass diese derzeit nur noch in 40,6 Prozent der deutschen Haushalte vorhanden ist.
(Quelle: Versicherungsjournal)