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Nach Entspannung wieder dichter Gift-Smog in Moskau

Nach Entspannung wieder dichter Gift-Smog in Moskau

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/borisv/4864973203/sizes/m/in/photostream/##Boris SV
Es gibt zaghafte Hoffnung auf Brandeindämmung, allerdings auch wieder dichten Smog.

Die Menschen in Moskau können noch nicht wieder tief durchatmen. Der giftige Smog ist in die Hauptstadt zurückgekehrt.

Die russische Feuerwehr meldet erste Fortschritte im Kampf gegen Wald- und Torfbrände. Die Katastrophenschutzbehörde teilt mit, dass der Mensch langsam die Oberhand gewinne, obwohl die Hitze anhält.

Allerdings zieht jetzt eine dichte Smog- und gifte Rauchwolke wieder nach Moskau bis in die Innenstadt. Erneut rufen die Behörden auf, Masken zu tragen und ihre Fenster geschlossen zu halten. Für zehn Millionen Menschen ist das freie Durchatmen schon wieder zu Ende, die Luft ist voller Gestank und Rauch.

Der Kohlenmonoxidanteil in der Moskauer Luft hat wieder die Grenzwerte überschritten. So geht es schon seit Wochen und Ärzte empfohlen gerade Kindern und älteren Menschen, die Stadt zu verlassen. Nur haben die meisten Menschen überhaupt keine Möglichkeiten dazu, obwohl die Sterberate sich täglich auf 700 Menschen verdoppelt.

Mittlerweile wurden auch die angekündigten Getreideexporte gestoppt. Die Feuer haben große Mengen der ernte vernichtet. Das Exportverbot für Getreide gilt bis Ende Dezember, obwohl Russland bis jetzt zu den größten Exporteuren von Weizen auf dem Weltmarkt gehörte.

Wegen der seit mehr als zwei Monaten andauernden Gluthitze und schweren Dürre stoppte Russland jetzt wie angekündigt seine Getreideexporte. Große Teile der Ernte waren durch die Feuer vernichtet worden. Wegen der Einbußen gilt das Exportverbot für Getreide bis Ende Dezember. Russland gehörte zuletzt zu den größten Exporteuren von Weizen auf dem Weltmarkt.