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Mittelstandsanleihen – eine Anlage für die Zukunft

Mittelstandsanleihen – eine Anlage für die Zukunft

14. Februar 2014

Wo können Anleger heute noch respektable Gewinne machen? Die Zinsen für Fest- und Tagesgeld sind im Keller, die Börse ist nicht gerade der perfekte Ort für Anfänger, und der Devisen- und Rohstoffhandel ist ebenfalls nur etwas für Profis. Da kommen die Mittelstandsanleihen wie gerufen, denn dieser Markt boomt und die möglichen Gewinne sind sehr reizvoll. Die rege Nachfrage und ein positives Wachstum z.B. bei der Katjes-Anleihe, sorgen an den Börsen für eine gute Stimmung. Aber lohnt es sich wirklich in Mittelstandsanleihen zu investieren oder gibt es doch einen Haken?

Der Griff nach dem Strohhalm

Wer momentan auf der Jagd nach guten Zinsen ist, der hat Pech, denn sowohl Unternehmensanleihen als auch die früher so begehrten Staatsanleihen bieten heute einen wenig attraktiven Zinssatz zwischen mageren zwei bis drei Prozent. Wer sich für Bundesanleihen entscheidet, der kann nur noch mit 1,3% rechnen, und wenn man die Inflation miteinbezieht, dann bleibt unterm Strich vom Geld nicht mehr allzu viel übrig. Wenn man dagegen die sieben Prozent sieht, die es für Mittelstandsanleihen gibt, dann ist das natürlich sehr verführerisch. Immer mehr Anleger können dieser Versuchung nicht widerstehen und greifen zu. Es ist ein bisschen so wie der berühmte Griff nach dem Strohhalm, die Frage, die sich aber in diesem Zusammenhang stellt, lautet: Wie lange geht das gut? Private Anleger sehen nur die hohen Zinsen, aber sie übersehen die Risiken, die dieses Geschäft birgt. Immer mehr mittelständische Firmen springen auf den Zug auf und sammeln Geld von Investoren ein, denn es hat sich herumgesprochen, dass es eine Vielzahl von Anlegern gibt, die gerne bereit sind, ihr Geld zu investieren. Unter diesen Firmen sind aber leider auch solche, die mehr als dringend Geld gebrauchen können.

Vorsicht ist geboten

Nach Meinung von Experten sind viele Unternehmen dem „großen“ Markt nicht gewachsen, wie zum Beispiel das Bekleidungsunternehmen „More & More“ oder der Küchenhersteller „Alno“. Beide haben hohe Verluste gemacht und standen kurz vor einer Insolvenz. Es werden aber auch die ersten Pleiten gemeldet, wie bei Siag Schaaf, einem Hersteller für Windkraftanlagen und auch bei Solarwatt, einem Hersteller für Solarmodule. Es gibt aber auch positive Beispiele, und wenn Unternehmen wie der Lakritz- und Fruchtgummihersteller Katjes mit guten Zahlen in die Schlagzeilen kommen, dann ist das ein Signal für alle Anleger, das Mittelstandsanleihen auch funktionieren können. Viele Branchenkenner sind nach wie vor von Mittelstandsanleihen überzeugt und raten Anlegern zu dieser Anlageform, so auch bondguide.de zur Katjes-Anleihe. Die Zahlen bei Katjes sprechen für sich, denn das Unternehmen ist auf dem europäischen Markt gewachsen und konnte seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres deutlich steigern. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 64,6 Millionen Euro, und Katjes geht von einem weiteren Wachstum aus, schließlich wurde die Anleihe von 30 Millionen Euro seit 2011 bereits 2,5fach überzeichnet.

Fazit

Mittelstandsanleihen als den Heilsbringer der Zukunft zu sehen ist vielleicht übertrieben, wer aber auf der Suche nach guten Zinsen ist, der sollte nach wie vor Vorsicht walten lassen. Alle, die überlegt und nicht übereilt anlegen, können mit Mittelstandsanleihen gute Gewinne erzielen.