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Missbrauch: Mixa will Rücktritt vom Rücktritt

Missbrauch: Mixa will Rücktritt vom Rücktritt

Schwere Vorwürfe erhebt der Ende April zurückgetretene ehemalige Bischof von Augsburg gegen den Freiburger Erzbischof Zollitsch und den Münchner Erzbischof Marx.

Er erwägt sogar, am päpstlichen Gerichtshof in Rom ein Verfahren anzustrengen. Er wolle im Juli persönlich mit Papst Benedikt XVI. sprechen.

Er gab an, seine Amtsbrüder hätten ihn zum Rücktritt gedrängt und der Druck sei „wie ein Fegefeuer“ gewesen. Mixa war vorgeworfen worden als Stadtpfarrer in den 1970er und 1980er Jahren seine Zöglinge sexuell missbraucht und geschlagen zu haben. Sexueller Missbrauch konnte ihm bislang allerdings nicht nachgewiesen werden.

Eine schnelle und überaus deutliche Reaktion kam vom Pressesprecher der bayerischen Bischofskonferenz, Bernhard Kellner: „Es ist alles rechtmäßig gelaufen.“ ….“Wir wünschen ihm gute Genesung“. Darüber hinaus gebe es nichts zu sagen. „Sein Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik war ein erster Schritt“, sagte Kellner.

Wenn man davon ausgeht, dass die katholische Kirche sich bisher fast ausschließlich an ihr „eigenes Kirchenrecht“ gehalten hat und jetzt erste Schritte zu verzeichnen waren, die ganze schreckliche Wahrheit über den sexuellen Missbrauch von Kindern auch „weltlich“ aufzuklären und unter gerechte Strafe zu stellen, so ist sehr zu hoffen, dass Mixa nicht wieder das Recht beugen und zu mittelalterlichen Verhältnissen zurückkehren kann.

Dies darf einfach nicht geschehen, egal welche Institutionen von ihm jetzt hierfür angerufen werden sollten. Recht muss Recht bleiben, denn wir leben in einem demokratischen Rechts- und keinem Kirchenstaat.

Hier zur Erinnerung: Die Judikative wird in Deutschland vom Bundesverfassungsgericht, den Bundesgerichten und den Gerichten der Bundesländer ausgeübt. In Rechtsstaaten wird die Judikative durch unabhängige Richter ausgeübt. Die Rechtsprechung ist an Gesetz und Recht gebunden.