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Mineralölkonzerne führen Bio-Sprit ein – Millionen müssen teurer tanken

Mineralölkonzerne führen Bio-Sprit ein – Millionen müssen teurer tanken

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/greenron/5132855136/sizes/m/in/photostream/##GreenRon
Der neue Bio-Sprit E10 wird dieser Tage an vielen Tankstellen im Bundesgebiet eingeführt. Vielerorts finden schon seit Wochen Diskussionen um die Verträglichkeit des neuen Kraftstoffs statt. Viele Autofahrer werden jetzt gezwungen, das teurere Superbenzin, das 98 Oktan hat, zu tanken.

Seit Beginn des Jahres sind deutsche Tankstellen gezwungen Ethanol zu verkaufen. Der Anteil soll hierbei mindestens bei zehn Prozent liegen. Die Mineralölkonzerne haben eine neue gesetzliche Regelung zum Verkauf von Ethanol umzusetzen. Dabei hat der Gesetzgeber sogar hohe Strafen vorgesehen, wenn gewisse Quoten nicht eingehalten werden.

Man will dadurch den Kohlendioxidausstoß verringern und somit erreichen, dass fossile Brennstoffe nicht ganz so schnell verbraucht werden. Mittlerweile werden sogar Stimmen von Umweltschützern laut, dass man über diesen Weg die hochgesteckten Ziele der Bundesregierung nicht erreichen kann.

Für viele Autos könnte der neue E10-Kraftstoff zum Problem werden, da ihre Motoren auf eine Verbrennung des neuen Sprits gar nicht ausgelegt sind. Derzeit geht man von zehn Prozent aller Autos in Deutschland aus, die das neue Benzingemisch nicht vertragen. Immerhin sind das in absoluten Zahlen 3,1 Millionen Fahrzeuge. Die Mineralölkonzerne schieben den schwarzen Peter den Fahrzeugherstellern zu und waschen sich die Hände rein indem sie sagen, dass man unmöglich für alle Fahrzeuge an der Zapfsäule informieren könne, ob der neue Kraftstoff auch verträglich ist.

Das neue Benzingemisch wird aktuell an vielen Tankstellen angeboten. Aral hat im Süden der Republik schon vor ein paar Wochen reagiert und bietet den neuen Kraftstoff zusätzlich an. Seit dem vergangenen Wochenende hat nun Shell damit begonnen das neue Benzin flächendeckend einzuführen.