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Mindestlohn bei Textildiscounter KiK eingeführt: 7,50 Euro

Mindestlohn bei Textildiscounter KiK eingeführt: 7,50 Euro

Mindestlohn bei Textildiscounter KiK eingeführt: 7,50 Euro 5
Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gillyberlin/3485653592/sizes/m/in/photostream/##gillyberlin
Es scheint so, dass die Medien nicht nur berichten, sondern auch Positives bewirken können. So geschehen beim Textildiscounter KiK.

Nachdem der NDR – nicht zum ersten Male – einen unter die Haut gehenden Film gedreht und sich mit dem Leiden der Näherinnen in Bangladesch, die für KiK unter äußerst menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen, befasst hat, steht der Discounter heftigst in der Kritik.

Er hatte versucht, bis zur letzten Minute den Film über die erschreckenden Ereignisse gerichtlich zu verhindern, aber vergeblich.

Jetzt ist das Unternehmen wohl so ins Scheinwerferlicht geraten, dass sich nicht zuletzt der KiK-Gründer Stefan Heinig, heutiger Vorsitzender der Geschäftsführung, entschließen musste, endlich etwas zu unternehmen gegen die unhaltbaren Zustände im Konzern, obwohl er sich nie dazu äußern wollte und das Fernsehen bei einem Interview immer wieder von ihm arrogant abgewiesen wurde.

Sicherlich nicht aus Menschenfreundlichkeit, eher hat wohl ein drohender Umsatz- und Imageverlust im Vordergrund gestanden beim Billiganbieter, dessen oberster Boss in einem Schloss wohnt.

Jetzt hat sich das Unternehmen entschlossen, allen seinen Mitarbeitern einen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde zu zahlen. Die Gewerkschaft will die Umsetzung genau kontrollieren. Die Lohnerhöhung soll am 1.Oktober in Kraft treten und betrifft 3.000 geringfügig Beschäftigte.

Ob das Verona Poth interessiert, die für diesen Discounter Werbung macht?

Nach Ansicht der Gewerkschaft ver.di ist allerdings erst ein richtiger Strategiewechsel erfolgt, wenn der Konzern einem Arbeitgeberverband beitritt und sich an Tarifverträge hält.

Es ist wichtig, dass die Gewerkschaft kontrolliert, denn bei Schlecker werden schon wieder – nachdem auch über diesen Billiganbieter in den Medien berichtet wurde – Regelungen auf subtile Weise umgangen und man versucht, sich schon wieder aus der Verantwortung zu stehlen.