close
Milliardendeal: Sparkassen kaufen sich Dekabank

Milliardendeal: Sparkassen kaufen sich Dekabank

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/loop_oh/3601156274/sizes/o/in/photostream/##loop_oh
Die Sparkassen in Deutschland werden immer mächtiger. Die Sparkassen übernehmen rückwirkend zum 1. Januar ihren Fondsanbieter: die Dekabank. Damit ist ein jahrelanges Hin und Her beendet. Die Sparkassen sollen die Fondsgesellschaft somit zu 100 Prozent kontrollieren.

Damit haben die Landesbanken all ihre Anteile an der Dekabank an die Sparkassen verkauft. Die Bewertung der Dekabank liegt aktuell bei 4,7 Milliarden Euro.

Die Dekabank soll Anteile der Landesbanken im Wert von einer Milliarde Euro selbst kaufen. Weitere Anteile für 1,3 Milliarden Euro sollen die Sparkassenverbände von den Landesbanken übernehmen. Damit würden die Sparkassen in Deutschland den eigenen Fondsanbieter komplett kontrollieren. Inwiefern hier ein Vorteil für den Anleger zu sehen ist bleibt fraglich, denn durch die Übernahme wird die Dekabank nicht gerade unabhängiger. Der Kunde in den Sparkassen wird immer mehr in die Richtung gelenkt, die sich die Sparkasse vorstellt und nicht in die für den Kunden sinnvolle. Fragt man die einzelnen Sparkassen, dann berufen sich diese ohnehin immer darauf, ein eigenständiges kleines Bankhaus zu sein. Tatsächlich sind die Sparkassen in Deutschland, auch wenn jede einzelne Filiale ein eigenes Unternehmen ist, die mächtigste Bank im deutsche Finanzsektor.

Bisher haben sich die Landesbanken und Sparkassen die Anteile an der Dekabank zu je 50 Prozent geteilt. Die Sparkassen wollen schon seit Jahren alleiniger Eigner der Dekabank werden. Jetzt müssen sich einige Landesbanken von ihren Anteilen trennen, da die EU entsprechenden Druck ausübt.