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Merkel mahnt in New York – Hilfe für Arme

Merkel mahnt in New York – Hilfe für Arme

In einer Rede, die Bundeskanzlerin Angel Merkel vor den Vereinten Nationen (UN) gehalten hat, mahnte sie die Entwicklungsländer vor großer Armut. Primär läge der Prozess der Entwicklung in der Regierungsverantwortung dieser Länder.

Als Beispiel verwies sie auf die Schwellenländer, die gezeigt hätten, dass eine erfolgreiche Entwicklungspolitik nur erreicht werden kann, wenn man sie national umsetzt und steuert.

Sie ist der Meinung, dass es für die Entwicklungsländer ein zu steiler Weg sei, wenn man kein eigenes Wirtschaftswachstum produziere. Allerdings sagte sie auch, dass die Entwicklung des Wirtschaftswachstums eines sei, die Kehrseite der Medaille müsse eine entsprechende politische Entwicklung sein. Es müsse von den Regierungen sichergestellt werden, dass die Menschenrechte geachtet und der wirtschaftliche und soziale Fortschritt von der Politik geleitet werden.

Vor genau zehn Jahren hat sich die Staatengemeinschaft auf die Millenniumsziele geeinigt. Damit wollte man erreichen, dass die Armut in der Welt bekämpft wird. Merkel verwies auf diese Vereinbarung und sagte zugleich, dass man sich eingestehen müsse, die Ziele nicht in vollem Umfang bis 2015 umsetzen zu können.

Merkels Wort hat vor den Vereinten Nationen entsprechendes Gewicht, denn Deutschland ist weltweit das Land, das das drittgrößte Volumen an Entwicklungshilfe gewährt. Sie hat gesagt, dass die Entwicklungsländer weiterhin konsequent an den Zielen arbeiten müssten und dabei nicht die Ergebnisorientierung aus den Augen verlieren dürften.

Außerdem wurde Angela Merkel am Abend mit der Leo-Baeck-Medaille geehrt. Diese Auszeichnung hat sie für die Verbesserung und ihre Bemühungen um die deutsch jüdischen Beziehungen erhalten.