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Merkel-Besuch im AKW Lingen – Proteste der Atomkraftgegner

Merkel-Besuch im AKW Lingen – Proteste der Atomkraftgegner

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/celesteh/132343500/sizes/m/in/photostream/##celesteh
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Atommeiler in Lingen/Emsland besucht. Sie wurde von Protesten verschiedenster Gruppen von Atomkraftgegnern begleitet.

Aktivisten von Greenpeace kritisierten den atomkraftfreundlichen Kurs von Schwarz-Gelb. Auch von weiteren Gruppen hörte man heftige Proteste.

Die atomkritischen Initiativen Campact und «ausgestrahlt» wollten Merkel den von angeblich mehr als 160 000 Menschen unterzeichneten Appell «Atomkraft abschalten» überreichen. Die Bundeskanzlerin habe sich jedoch geweigert, die Unterschriften persönlich entgegenzunehmen, teilten Sprecher beider Initiativen mit.

Gespräche über eine Abgabe zur Haushaltskonsolidierung bei einer Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke kündigte Merkel bei ihrem Besuch an. Allerdings war sie zu keinen weiteren Aussagen bereit. Schließt aber weitere Beiträge der Energiekonzerne nicht aus. Eine endgültige Entscheidung stehe erst Ende September an.

Das Lingener Atomkraftwerk bezeichnte die Kanzlerin als „modernes, sehr sicheres und technisch sehr anspruchsvolles Kraftwerk“.

Hier zur Erinnerung, dass die Energiekonzerne mit 40 Unterschriften und für Millionen Euro eine Anzeige „Energiepolitischer Appell“ geschaltet hatten. Sie sehen ihre Milliarden-Gewinne nicht mehr absolut gesichert, denn bisher waren die Meiler wie eine guter Dukatenesel. Deswegen opponieren sie gegen die Kanzlerin und üben heftigen Druck aus. Man fragt sich, wer regiert denn noch, Schwarz-Gelb oder die Atomlobby?

Das Geschachere hat allerdings im Hintergrund bereits begonnen, welches Atomkraftwerk wann abgeschaltet wird oder nicht und die Regierung selbst ist bei der Kernkraftfrage stark zerstritten .