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Maria Bögerl: Vorwurf an Polizei Schuld am Tod zu sein

Maria Bögerl: Vorwurf an Polizei Schuld am Tod zu sein

Die Polizei in Heidenheim sieht sich schweren Vorwürfen im Fall der ermordeten Maria Bögerl gegenüber. Es sollen bürokratische Hürden gewesen sein, die dazu geführt haben, dass es zu einer verspäteten Lösegeldübergabe gekommen ist, so das Magazin „Spiegel“.

Wie es scheint war es der Polizei nicht möglich, das Lösegeld in der geforderten Zeit aufzutreiben. Die Übergabe des Geldes soll mindestens eine halbe Stunde zu spät stattgefunden sein, weswegen gemutmaßt wird, dass Maria Bögerl deshalb ihr Leben verloren hat.

Polizeibeamte sollen Anweisung haben, in Entführungsfällen Lösegelder bei einer Bank in Frankfurt zu beschaffen. Angeblich hätte die Außenstelle der Bank aufgrund von Zentralisierung nicht ausreichende Geldmengen in ihrer Filiale gehabt. Die in Stuttgart ansässige Landespolizeibehörde soll der Heidenheimer Polizei mitgeteilt haben, dass in der vorgegebenen Zeit nicht genügend Geld an den Übergabeort gebracht werden kann.

Bislang war von der Polizei zu vernehmen, dass die Lösegeldübergabe wegen Reinigungspersonals gescheitert sein soll, das versehentlich den Geldsack mitgenommen habe. In jüngster Vergangenheit berief man sich darauf, dass der von den Entführern gesteckte Zeitrahmen einfach zu knapp gewesen sei. Neuesten Informationen zufolge will sich die Polizei die Hände rein waschen indem man behauptet, der Mann von Maria Bögerl hätte selbst die Geldbeschaffung in die Hand nehmen wollen.